Schwangerschaftsvorsorge und Geburtsvorbereitung

Werdende Mütter sollten in besonderer Weise auf ihr körperliches und geistiges Wohl (und das ihres ungeborenen Kindes) achten.

Schwangerschaftsvorsorge

Dazu gehört auch eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen und familiären Krankengeschichte. Ferner sollten Sie sich klarmachen, welchen Risikofaktoren Sie ausgesetzt sind – Medikamente, Röntgenbehandlung, riskante Sportarten, Alkohol, Nikotin? Gegebenenfalls gilt es, diese soweit irgend möglich einzuschränken. Möglicherweise ist auch eine Rötelnimpfung – vor der Schwangerschaft! – angebracht. Nach Feststellung der Schwangerschaft sollten Arztbesuche in einem Vier-Wochen-Zyklus stattfinden, ab der 32. Woche alle zwei Wochen, und nach Überschreitung des Geburtstermins alle zwei Tage. Anfangs wird die Blutgruppe ermittelt, ferner finden diverse Untersuchungen zu Hepatitis, Röteln etc. statt. Standardmäßig sind zunächst drei Ultraschall-Untersuchungen angesetzt: In den Schwangerschaftswochen 13-16, 21-24 sowie 29-32. Um gegebenenfalls Schwangerschaftsdiabetes zu behandeln, ist ein Glukosetest zum Ende des zweiten Trimesters angebracht. Ferner wird ein Zahnarztbesuch, da es im Verlauf der Schwangerschaft zu Zahnfleischblutungen kommen kann, empfohlen.

Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitungskurse sind in jedem Fall eine sinnvolle Investition. Im Regelfall setzen sie sich aus rund 20 Einzelstunden zusammen; gelegentlich werden auch Wochenend-Seminare angeboten. Die öffentlichen Kassen erstatten momentan die Kosten für 14 Stunden, alles, was darüber hinaus geht, müssen die Kursteilnehmer selbst bezahlen. Die Angebote sind sehr verschieden: Neben Entspannungsübungen und Meditation kann man auch Aqua-Jogging oder Massagekurse und viele andere Kurse besuchen; je nach Interesse können die Schwerpunkte verschieden gelegt werden. Sinnvoll sind aber immer grundsätzliche Informationen zu Schwangerschaft, Verlauf, Geburt und Wochenbett, sowie verschiedene Übungen, um die Wehen zu kontrollieren und den Geburtsvorgang zu erleichtern und Übungen, die das veränderte Körpergefühl der werdenden Mutter trainieren, und ferner die Möglichkeit, sich mit anderen Paaren auszutauschen, Ängste und Hoffnungen gemeinsam zu besprechen. Bewusste Vorbereitung und das gezielte Einüben bestimmter Techniken können sowohl den Schwangerschaftsverlauf als auch die Geburt wesentlich erleichtern.