Schwangerschaftstest
Schwangerschaftstests gibt es seit mindestens 3.000 Jahren. Im Alten Ägypten benetzte man Getreidekörner mit dem Urin vermeintlich schwangerer Frauen; trieben die Körner aus, galt das als Beweis. Bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der „Froschtest“ angewendet – afrikanischen Krallenfröschen wurde der Urin einer Frau injiziert. Im Fall einer Schwangerschaft fingen die Tiere an zu laichen. Solch bizarren und folkloristischen Methoden braucht man sich heute glücklicherweise nicht mehr zu unterziehen. Die drei nachfolgend dargestellten Testverfahren sind allgemein anerkannt und liefern Ergebnisse mit einer Sicherheit von mehr als 90%.
Urin-Test
Im Urin-Test (auch Stäbchentest) wird die Urinflüssigkeit auf das Vorkommen des Schwangerschaftshormons hCG getestet. Dieses Hormon wird vom Fötus oder der Plazenta produziert und kann darum nur im Fall einer Schwangerschaft nachgewiesen werden. Das Testergebnis ist zu 95% korrekt. Der Urin-Test kann allerdings frühestens zwei Wochen nach Befruchtung der Eizelle angewendet werden; vorher wäre die hCG-Konzentration zu gering, auch im Fall einer Schwangerschaft.
Blut-Test
Auch der Blut-Test dient dem Nachweis des Schwangerschaftshormons hCG. Im Vergleich zum Urin-Test ist er aber wesentlich präziser; auch geringste Mengen des Hormons können bei einer Blutentnahme nachgewiesen werden. Darum gilt der Blut-Test, wenigstens innerhalb der ersten anderthalb Monate, als zuverlässiger. Er kann schon neun bis zehn Tage nach der Befruchtung ein brauchbares Ergebnis liefern. Die Zuverlässigkeit des Blut-Tests liegt noch über der des Urin-Tests, also über 95%.
Ultraschall-Untersuchung
Eine Ultraschall-Untersuchung verlässt sich auf sichtbare Schwangerschaftsnachweise; sie ist darum erst ab der sechsten Woche sinnvoll. Dann kann mitunter die Einnistung des Embryos in der Gebärmutter festgestellt werden, weil das Gewebe an einer bestimmten Stelle verdickt ist. Der Embryo selbst ist allerdings erst später differenziert erkennbar.